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VorsorgeAugust 2026· 30 Min. Lesezeit

Der 360° Vorsorge-Abgleich: Deckt Ihre Vorsorge wirklich alles ab?

Dieser PDF-Leitfaden beantwortet eine Frage: Deckt Ihre aktuelle Vorsorge die gravierenden Erkrankungen wirklich ab, oder fehlen entscheidende Bausteine? Er geht 76 Krankheitsbilder durch, nennt die zehn Werte, die in fast jedem Check-up fehlen, und sagt auch, was Sie sich sparen können.

Der LumaMed Leitfaden als gedrucktes Heft: An einem Tag allen gravierenden Erkrankungen vorbeugen

Der gesamte Leitfaden steht hier als Text. Wer ihn lieber mitnimmt, ausdruckt und den Selbsttest von Hand ausfüllt, lädt die PDF herunter.

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Wenn Sie nur zehn Minuten haben: Alle praktischen Teile mit sofortigem Mehrwert sind der Selbsttest, die 10 ignorierten Werte, der zeiteffiziente Check-up und die drei Tests für zu Hause. Die übrigen Kapitel geben das Verständnis für präventive Medizin als Ganzes, der Vorsorge-Duden ist als Nachschlagewerk gedacht.

Inhalt

  1. 4 Minuten Selbsttest: Wie gründlich ist Ihre Vorsorge?
  2. Der beste Weg für Gesundheit über 90
  3. Welche Krankheiten Sie verhindern wollen
  4. Die 10 am häufigsten ignorierten Werte
  5. Überdiagnose: Was Sie sich meistens sparen können
  6. 360° Check-up mit maximaler Qualität: praktisch unmachbar
  7. 360° Check-up maximal zeiteffizient: oft oberflächlich
  8. Qualität und Zeiteffizienz in einem Termin
  9. Wie Technologie und KI die Vorsorge revolutionieren
  10. Die 10 größten Hebel für Gesundheit über 90
  11. Die 3 wichtigsten Selbsttests
  12. 360° Check-up zum Selbstmachen: die Top 20
  13. Der 360° Vorsorge-Duden: alle 76 Erkrankungen
  14. Woher jede Zahl kommt
  15. Quellenverzeichnis

4 Minuten Selbsttest: Wie gründlich ist Ihre Vorsorge?

Haken Sie ab, was bei Ihnen nachweislich gemacht wurde. Vier Minuten. Alle 20 Zeilen übernimmt die private Krankenversicherung vollständig. Die gesetzliche zahlt etwa die Hälfte, der Rest ist Selbstzahlerleistung.

Herz und Kreislauf

  1. Lipoprotein(a), einmal im Leben
  2. ApoB, nicht nur LDL
  3. Halsschlagader auf Plaque, nicht nur Wanddicke
  4. NT-proBNP
  5. Blutdruck über sieben Tage zu Hause
  6. Puls auf Unregelmäßigkeit, ab 65

Gehirn und Demenz

  1. HbA1c
  2. Hörtest, ab 50
  3. Augeninnendruck und OCT, ab 40
  4. Alkohol und Packungsjahre erfasst

Krebs

  1. Darmspiegelung, ab 50
  2. Hautkrebsscreening, letzte zwei Jahre
  3. PSA nach Aufklärung ♂ oder Abstrich und HPV-Test ♀
  4. Mammographie-Screening, 50 bis 75 ♀
  5. Lungen-CT ab 15 Packungsjahren, 50 bis 75
  6. Oberbauchultraschall, Leber und Nieren

Andere

  1. Albumin im Urin und Cystatin C
  2. FIB-4 aus dem eigenen Laborzettel
  3. Familienanamnese über drei Generationen
  4. Medikamentenliste im letzten Jahr

Wie Sie das Ergebnis lesen

Zählen Sie die offenen Punkte. Bei 0 bis 3 offenen Punkten sind Sie besser aufgestellt als fast alle. Bei 4 bis 8 fehlen Ihnen bereits einige der wichtigsten Hebel. Ab 9 lohnt sich ein Gespräch. Notieren Sie sich dazu eine einzige Frage: Was tue ich als Erstes, und bis wann?

Der beste Weg für Gesundheit über 90

Keine Symptome ist nicht dasselbe wie gesund. Die meisten schweren Krankheiten schleichen sich über Jahre leise an. Das gilt für Krebs, Herz, Gefäße, Demenz und mehr.

Eine schwere Erkrankung trifft fast jeden, der nicht vorbeugt. Schauen Sie sich in Ihrer Familie und in Ihrem Umfeld um. Wie viele Menschen ab 60 haben nicht mit ihrer Gesundheit zu kämpfen? Ab 65 lebt die Mehrheit in Deutschland mit mindestens einer chronischen Erkrankung (Robert Koch-Institut, 2025).

Tödliche Krankheiten sind meistens nicht heilbar. Wenn Symptome da sind, ist der Schaden oft nicht mehr rückgängig zu machen. Eine Demenz, die begonnen hat, kann kein Medikament rückgängig machen. Eine Schlagader mit Ablagerungen kann nur selten jemand frei machen. Ein Krebs, der gestreut hat, lässt sich selten heilen.

Ultraschalluntersuchung in der LumaMed Praxis

Deshalb ist Vermeiden die beste Methode, lange gesund zu bleiben. Über 90 Prozent der Schlaganfälle gelten als vermeidbar, wenn man Risikofaktoren früh findet und behandelt (O’Donnell u. a., 2016). Für Herzinfarkt und viele andere tödliche Erkrankungen sieht die Statistik ähnlich aus.

Seit Jahrzehnten gibt es Check-ups und Vorsorgeprogramme. Trotzdem sterben in Deutschland jedes Jahr Hunderttausende an Erkrankungen, die nach Leitlinien zu einem großen Teil als vermeidbar gelten. Einer der Gründe: mangelnde Nutzung von präventiven Untersuchungen.

KennzahlWert
Gravierende Erkrankungen in diesem Leitfaden76
Davon früh erkennbar74
Davon gelten als vermeidbarüber 90 %
Arztbesuche für vollständige Prävention8 bis 36

Welche Krankheiten Sie verhindern wollen

Die meisten Krankheiten heilt der Körper selbst. Vorsorge lohnt sich besonders bei den Erkrankungen, die er nicht von allein heilt und die viele Lebensjahre oder viel Lebensqualität kosten. Die erste Liste zeigt die Erkrankungen, an denen in Deutschland die meisten Menschen sterben. Die zweite zeigt die, die einem vorher die meisten gesunden Jahre nehmen, ohne zwingend tödlich zu sein. Aus beiden Listen zusammen ergeben sich die 76 Krankheitsbilder, die dieser PDF-Leitfaden systematisch durchgeht.

Die zehn tödlichsten Erkrankungen

Sterbefälle pro Jahr, Deutschland 2024.

ErkrankungSterbefälle pro Jahr
Herz und Kreislauf339.200
Krebs230.400
Atemwege75.100
Demenz72.000
Unfälle und Suizide48.900
Stoffwechsel und Diabetes39.300
Infektionen31.000
Niere und Harnwege28.900
Leber16.000
Muskeln und Skelett7.300

Die zehn einschränkendsten Erkrankungen

Betroffene Erwachsene in Deutschland.

ErkrankungBetroffene
Arthrose12,6 Mio.
Schwerhörigkeit11 Mio.
Dauerschmerz im Rücken10,9 Mio.
Tinnitus, Ohrgeräusch9,9 Mio.
Migräne7,4 Mio.
Osteoporose5,9 Mio.
Depression5,3 Mio.
Makuladegeneration4,5 Mio.
Nierensteine3,9 Mio.
Gicht1,4 Mio.

Die meisten Einträge werden weder von Privat- noch von Kassenärzten präventiv geprüft.

Ärztliches Gespräch in der LumaMed Praxis

Beide Listen haben dieselbe Eigenschaft: Wenn das Symptom kommt, ist es oft spät im Verlauf. Das erste Symptom der Plaque in der Halsschlagader ist häufig der Schlaganfall. Ähnlich ist es bei Darmkrebs, Herzschwäche oder Demenz: Wenn man etwas merkt, ist der Schaden meist weit fortgeschritten. Vorher nachzuschauen ist deshalb in vielen Fällen die einzige realistische Option, die eigenen Jahre in Gesundheit zu verlängern.

Die 10 am häufigsten ignorierten Werte

Die Medizin macht Fortschritte, aber in der Praxis kommen viele davon erst Jahre zu spät an. Diese zehn Werte kann heute jeder bestimmen lassen. Sie haben großen Einfluss auf Herz, Gefäße, Nieren und Gehirn und fehlen trotzdem in den meisten Standardcheck-ups. Bei jedem Wert steht die Zahl, ab der sich Ihr Risiko deutlich verändert.

1. Lipoprotein(a)

Einmal im Leben. Unauffällig unter 50 mg/dl · Grenzbereich 50 bis 120 mg/dl · auffällig über 120 mg/dl.

Ein erblicher Blutwert, der bei jedem Fünften erhöht ist und sich im Leben kaum ändert. Ein hoher Wert erhöht das Risiko für Infarkt und Schlaganfall dauerhaft, senkt Ihr LDL-Ziel und ist ein Grund, Geschwister und Kinder testen zu lassen (Kamstrup u. a., 2008).

2. ApoB statt nur LDL

Jährlich. Unauffällig unter 65 mg/dl · Grenzbereich 65 bis 100 mg/dl · auffällig über 100 mg/dl.

ApoB zählt die Zahl der gefäßschädigenden Partikel, LDL wiegt nur das Cholesterin darin. Bei jedem Fünften weichen beide Werte deutlich voneinander ab, und dann ist die Gefäßbelastung höher, als der LDL-Wert vermuten lässt.

3. Albumin-Kreatinin-Quotient

Jährlich. Unauffällig unter 30 mg/g · Grenzbereich 30 bis 299 mg/g · auffällig ab 300 mg/g.

Die kleinste messbare Eiweißmenge im Urin, die eine Nierenschädigung anzeigt, lange bevor das Blut etwas verrät. Ein erhöhter Wert sagt gleichzeitig etwas über Herz und Gefäße und entscheidet über Blutdruckziel und Medikamentenwahl (Matsushita u. a., 2010).

4. Cystatin C

Alle 1 bis 2 Jahre. Unauffällig eGFR über 90 · Grenzbereich eGFR 60 bis 89 · auffällig eGFR unter 60.

Ein Nierenwert, der anders als Kreatinin nicht von Muskelmasse, Fleisch oder Kreatin abhängt. Bei einem Drittel der Menschen weicht die Schätzung deutlich vom Kreatininwert ab, und wo Cystatin C schlechter ausfällt, ist das Sterberisiko höher (Chen u. a., 2022).

5. NT-proBNP

Alle 1 bis 2 Jahre. Unauffällig unter 125 pg/ml · Grenzbereich 125 bis 300 pg/ml · auffällig über 300 pg/ml.

Ein Hormon, das das Herz ausschüttet, wenn es unter Druck arbeitet. Der Wert steigt Jahre, bevor man Luftnot spürt, und steuert, ob und wie eng ein Herzultraschall nötig ist (Ledwidge u. a., 2013).

6. Plaque in der Halsschlagader

Alle 3 bis 5 Jahre. Unauffällig keine Verdickung · Grenzbereich 0,5 mm oder 50 % der Wand · auffällig über 1,5 mm.

Der einzige Wert dieser Liste, der nicht das Risiko schätzt, sondern zeigt, ob die Ablagerung schon da ist. In der PESA-Studie hatten 58 Prozent der Menschen, die ein Rechner als niedriges Risiko einstufte, bereits Atherosklerose (Fernández-Friera u. a., 2015).

7. Schlafapnoe

Einmal, dann bei Symptomen. Unauffällig 0 bis 2 Punkte · Grenzbereich 3 bis 4 Punkte · auffällig 5 bis 8 Punkte.

Acht Fragen, die abschätzen, ob die Atmung im Schlaf aussetzt. Den Fragebogen finden Sie weiter unten bei den Selbsttests. Betroffene sind tagsüber müde, haben höheren Blutdruck und ein erhöhtes Unfallrisiko am Steuer, und vier von fünf wissen nichts davon (Heinzer u. a., 2015).

8. FIB-4, die Leberfibrose

Alle 2 bis 3 Jahre. Unauffällig unter 1,3 · Grenzbereich 1,3 bis 2,67 · auffällig ab 2,67.

Eine Rechnung aus Alter, GOT, GPT und Thrombozyten, die die Vernarbung der Leber abschätzt. Nicht die Verfettung entscheidet über den Verlauf, sondern die Vernarbung, und die verläuft stumm und ist früh noch rückbildbar (Dulai u. a., 2017).

9. Kardiorespiratorische Fitness

Alle 2 bis 3 Jahre. Unauffällig oberste 50 % der Altersgruppe · Grenzbereich mittleres Viertel · auffällig unterste 25 %.

Die maximale Sauerstoffaufnahme aus der Spiroergometrie, verglichen mit Ihrer Altersgruppe. Bei 122.007 untersuchten Menschen war die Sterblichkeit in der niedrigsten Fitnessgruppe rund fünffach höher als in der höchsten (Mandsager u. a., 2018).

10. Familiäre Hypercholesterinämie

Einmal im Leben. Unauffällig LDL unter 160 mg/dl · Grenzbereich LDL 160 bis 190 mg/dl · auffällig LDL über 190 mg/dl.

Eine erbliche Fettstoffwechselstörung, die einen von 300 Menschen betrifft und in Deutschland zu rund 85 Prozent unerkannt bleibt. Unbehandelt kommt der erste Infarkt bei Männern häufig vor 55, früh behandelt ist die Lebenserwartung annähernd normal (Beheshti u. a., 2020).

Der Satz für Ihren Termin beim Allgemeinmediziner oder Kardiologen

„Bitte ApoB statt nur LDL, Lipoprotein(a) einmalig, den Albumin-Kreatinin-Quotienten im ersten Morgenurin statt nur den Streifentest, die Nierenfunktion aus Kreatinin und Cystatin C, dazu NT-proBNP und GOT, GPT und Thrombozyten für den FIB-4. Beim Ultraschall bitte die Halsschlagadern auf Plaque beurteilen, nicht nur die Wanddicke. Und einmal eine Spiroergometrie für die Sauerstoffaufnahme.“

Überdiagnose: Was Sie sich meistens sparen können

Ein Befund ohne Konsequenz ist kein Wissen, sondern ein zweites Archiv. Die folgenden Angebote scheitern genau daran. Es gibt einzelne Anwendungen, in denen jede dieser Methoden sinnvoll ist. Meistens sind diese aber sehr eng definiert und für eine Person ohne schwere Symptome nicht relevant.

AngebotBewertungWarum daraus nichts folgt
MikrobiomanalyseKein Nutzen belegtAus dem Ergebnis folgt keine Behandlung, die nachweislich etwas ändert. Was wirkt, also Ballaststoffe, Vielfalt und weniger Alkohol, braucht den Test nicht.
Biologisches Alter und TelomerlängeKein Nutzen belegtEs gibt keine Behandlung, die man daraus ableitet, und keinen Beweis, dass ein besserer Wert ein besseres Leben bedeutet. Was das Alter tatsächlich verschiebt, steht weiter unten bei den zehn Hebeln und kostet weniger.
Infusionen und VitalstoffkurenKein Nutzen belegtOhne gemessenen Mangel gibt es keinen belegten Nutzen, und wasserlösliche Vitamine verlassen den Körper über die Niere. Man bezahlt für teuren Urin.
IgG-Tests auf NahrungsmittelKein Nutzen belegtDie Folge sind Ernährungsverbote ohne Grundlage. Und ein echtes Risiko, wenn dabei ganze Lebensmittelgruppen wegfallen.
Schwermetallanalyse nach ProvokationKein Nutzen belegtEs gibt keine Referenzwerte für provozierte Proben. Der Test erzeugt den Befund, den er anschließend behandelt.

Ganzkörper-MRT als Reihenscreening

Das MRT ist die Ausnahme im Guten wie im Schlechten. Es sieht Regionen, an die keine andere Vorsorge herankommt: Gehirn, Rückenmark, Bauchspeicheldrüse und Wirbelsäule, und das ohne Strahlung in einem einzigen Durchgang. Kein Blutwert und kein Ultraschall leisten das.

Für viele andere Regionen ist das MRT zu unpräzise oder mit rund 1.500 Euro verhältnismäßig teuer, vor allem weil es im Fall eines konkreten Verdachts von den Krankenversicherungen ohnehin übernommen wird. Zusätzlich zeigt das MRT manchmal Zufallsbefunde, die harmlos sind, aber Unruhe auslösen. Dieses Instrument ist für Menschen geeignet, die mit dieser zusätzlichen Transparenz umgehen können.

Die Entscheidung, ob ein Ganzkörper-MRT als präventive Maßnahme sinnvoll ist, sollten Sie am besten zusammen mit Ihrem Facharzt für Prävention treffen. Stress ist einer der größten Treiber für viele Krankheiten, und ein MRT kann in manchen Fällen mehr Stress machen als Hilfreiches aufdecken.

360° Check-up mit maximaler Qualität: praktisch unmachbar

Alle 76 Krankheitsbilder lassen sich einer Fachrichtung zuordnen. Wer maximale Qualität will, müsste für jede Erkrankung zu dem Facharzt gehen, der auf sie spezialisiert ist. Das sind 33 Fachrichtungen und 36 Termine. Genau deshalb ist maximale Qualität in der Vorsorge praktisch unmachbar.

FachrichtungErkrankungenWas Sie dort verlangen
Pneumologe8Lungenfunktion mit Spraytest · Spiroergometrie · Schlafmessung zu Hause · Niedrigdosis-CT ab 50 bei Rauchern
Neurologe8Riechtest · Gedächtnistest · 24-Stunden-Blutdruck · Frage nach Traumschlaf
Hepatologe7GOT, GPT, GGT · FIB-4 · Leberultraschall · Elastographie · Hepatitis B und C
Kardiologe6Herzultraschall · Langzeit-EKG 7 Tage · NT-proBNP · ApoB und Lp(a) · Karotis-Plaque
Urologe6Tastuntersuchung ab 45 · PSA nach Aufklärung · IPSS-Fragebogen · Restharn
Gastroenterologe4Darmspiegelung ab 50 · Helicobacter-Test · Magenspiegelung bei Risiko
Diabetologe3HbA1c · Nüchterninsulin und HOMA · Triglyzeride durch HDL · Füße und Stimmgabel
Augenarzt2Sehtest · Augeninnendruck · OCT des Sehnervs · Augenhintergrund
Endokrinologe2TSH, fT3, fT4 · Schilddrüsenultraschall · Vitamin D und Parathormon
Geriater2Handkraft unter 27 kg (m) oder 16 kg (w) · Gehtempo 0,8 m/s oder weniger · Medikationsanalyse
Gynäkologe2Abstrich und HPV-Test · Tastuntersuchung · Mammographie-Einladung
Hämatoonkologe2Blutbild mit Ausstrich · Eiweißelektrophorese · Lymphknoten tasten
Nephrologe2Cystatin C · Albumin-Kreatinin-Quotient · Nierenultraschall · 24-Stunden-Blutdruck
Gynäkologischer Onkologe2Ultraschall mit Messung der Schleimhautdicke
Zahnarzt2Zahnstein und Taschentiefe · Blick auf Mundschleimhaut, Zunge und Rachen

Dazu kommen 18 Fachrichtungen mit je einer Zeile: Angiologe, Dermatoonkologe, Ernährungsmediziner, Gefäßchirurg, HNO-Arzt, Herzchirurg, Hypertensiologe, Infektiologe, Intensivmediziner, Klinischer Pharmakologe, Neurochirurg, Nuklearmediziner, Osteologe, Psychiater, Rheumatologe, Schlafmediziner, Sportmediziner, Suchtmediziner.

Medizin denkt in Silos. Ihre Gesundheit nicht.

Bei zwei Terminen pro Woche sind das 18 Wochen reine Terminzeit, mit Wartezeiten schnell ein halbes Jahr. Und dann das eigentliche Problem: Der Kardiologe prüft das Herz, der Neurologe das Gehirn, der Diabetologe den Zucker. Wer prüft das Zusammenspiel? Keiner hat mehrere Stunden Zeit, alle Werte zu strukturieren und sie im Zusammenhang zu betrachten.

360° Check-up maximal zeiteffizient: oft oberflächlich

Wer so wenige Arztbesuche wie möglich haben möchte, kann die meisten Erkrankungen bei einer Handvoll Ärzten untersuchen lassen. Diese Anlaufstellen decken 73 der 76 Krankheiten ab. Die drei übrigen erledigen Sie selbst, mit den drei Tests für zu Hause.

1. Allgemeinmediziner, deckt 58 der 76 Krankheiten ab

BereichWas Sie verlangen
Labor Herz und GefäßeApoB · Lipoprotein(a) · NT-proBNP
Labor NiereCystatin C · Albumin-Kreatinin-Quotient aus dem ersten Morgenurin
Labor HormoneTSH · HbA1c · Glukose · Testosteron bei Männern
Labor LeberGOT, GPT, GGT · Thrombozyten für den FIB-4
Labor Blutgroßes Blutbild · Ferritin · Harnsäure
Blutdruck24 Stunden oder sieben Tage zu Hause
UltraschallBauch und Nieren · Halsschlagadern auf Plaque · Bauchaorta ab 65 ♂
HerzEchokardiographie · Langzeit-EKG über sieben Tage, nicht über 24
LungeSpirometrie mit Spraytest · Spiroergometrie
FragebögenSTOP-BANG · AUDIT-C für Alkohol · IPSS für die Prostata · PHQ-2 für die Stimmung
AnamneseFamilie über drei Generationen · Medikamentenliste · Packungsjahre

2. Frauenarzt

RhythmusUntersuchung
JährlichAbstrich und Tastuntersuchung, ohne Überweisung
Ab 35, alle drei JahreHPV-Test
50 bis 75, alle zwei JahreMammographie, die Einladung kommt ins Haus

3. Sechs kurze Termine

WoWas
GastroenterologeDarmspiegelung ab 50, dazu Magenspiegelung bei Risiko oder Sodbrennen
RadiologieNiedrigdosis-CT der Lunge ab 15 Packungsjahren, 50 bis 75
DermatologeHautkrebsscreening ab 35, alle zwei Jahre
AugenarztAb 40 alle zwei Jahre: Sehschärfe, Augeninnendruck, OCT des Sehnervs
HörakustikerHörtest und Sprachverstehen bei Störgeräusch, ohne Überweisung
ZahnarztZahnstein und Taschentiefe, dazu Blick auf Mundschleimhaut, Zunge und Rachen

Die Realität für privat und gesetzlich Versicherte

Um sich so viele Erkrankungen auf einmal anzuschauen, bräuchte ein Arzt Stunden über Stunden Zeit und dazu Expertise in völlig unterschiedlichen Bereichen. Das ist in unserem System per Definition unmöglich. In der Praxis passiert deshalb zweierlei: Die meisten Werte werden gar nicht erst erhoben, oder sie werden erhoben, aber niemand ordnet Grenzbefunde wirklich ein, weil Zeit oder Spezialwissen fehlen. So bleiben über 60 Prozent der relevanten Risiken unentdeckt.

Qualität und Zeiteffizienz in einem Termin

Ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten arbeitet an Ihrer Gesundheit, vom Herzen über Stoffwechsel und Hormone bis hin zu Krebs- und Demenzrisiko. Im Tandem mit der LumaMed-KI führen unsere Fachärzte im Hintergrund alle Daten zusammen, priorisieren die wichtigsten Hebel und übersetzen sie in klare Empfehlungen. So werden 58 der 76 Krankheiten aus diesem Leitfaden direkt vor Ort geprüft, und das dank über fünf Stunden Zeit mit dem Team, in höchster Qualität.

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Wie Technologie und KI die Vorsorge revolutionieren

Die klassische Medizin fragt: Sind Sie heute krank, und was müssen wir jetzt behandeln? Moderne Verfahren stellen eine andere Frage: Wie hoch ist Ihr Risiko in den nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahren, und was können wir heute tun, um das zu verändern? Am Beispiel Herzinfarkt zeigt sich gut, wie aus einzelnen Werten ein Risikomodell wird.

1. Das genetische Risiko messen

Lipoprotein(a) zeigt den genetisch festgelegten Anteil Ihres Risikos. Einmal im Leben gemessen, ändert er sich nicht mehr.

2. Den Lebensstil in Daten übersetzen

ApoB, Blutdruck und HbA1c zeigen zusammen mit einer ausführlichen Anamnese, wie sich Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress in Ihre Werte übersetzen.

3. Bestehende Schäden evaluieren

Die Echokardiographie zeigt Pumpfunktion, Klappen und Wandstärke. Die Duplexsonographie der Hals-, Bein- und Bauchschlagadern zeigt, ob sich schon etwas ablagert und wie schnell.

4. Prädiktive Risikokalkulation

Alle Messwerte werden digital erfasst. Mathematische Modelle schätzen daraus die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkt und Schlaganfall in den nächsten zehn, zwanzig und dreißig Jahren.

5. Empfehlungen ableiten

Entsprechend dem Risiko können Risikofaktoren behandelt werden, bevor daraus eine Erkrankung wird.

Ansicht eines einzelnen Werts im LumaMed Dashboard: LDL-Cholesterin mit Verlauf und Einordnung durch Luma KI
Jeder Wert kommt mit Verlauf, Einordnung und einer Erklärung von Luma KI.
Risikoscores für Herzinfarkt, Demenz, Diabetes und Krebs
Aus den Einzelwerten werden Risikoscores, die sich mit jeder Messung fortschreiben.

Hinter diesen Scores steht wissenschaftliche Forschung von mehreren Instituten sowie die von LumaMed selbst. Was wir dabei gelernt haben, schreiben wir offen auf: das LumaMed Gesundheitsdashboard.

Die 10 größten Hebel für Gesundheit über 90

Sortiert nach Effektgröße, nicht nach Aufwand. Keiner davon braucht einen Termin.

  1. Rauchstopp. Beratung plus Medikament verdreifacht die Erfolgsrate. Wirkt auf Lungenkrebs, COPD, Herzinfarkt, Schlaganfall, Blase, Niere, Bauchspeicheldrüse, Parodontitis.
  2. 7 bis 10 Prozent Gewichtsabnahme. Kehrt Prädiabetes häufig um, lässt die Leberentzündung verschwinden, senkt den Blutdruck. Ab 10 Prozent bildet sich bei 45 Prozent die Leberfibrose zurück.
  3. 150 Minuten Ausdauer plus zweimal Kraft. Der Sprung von untrainiert auf mäßig trainiert bringt den größten Gewinn. Er wirkt auf Herz, Zucker, Knochen, Muskeln und Kopf gleichzeitig.
  4. Blutdruck unter 130/80. Stärkster Einzelfaktor für Schlaganfall, vaskuläre Demenz und Nierenverlust. Die europäische Leitlinie zielt seit 2024 auf 120–129 systolisch. Ab etwa 85 Jahren oder bei Schwindel beim Aufstehen gelten bewusst höhere Ziele.
  5. Alkohol runter. Unter 100 Gramm pro Woche, besser gar keinen. Wirkt auf Leber, Brustkrebs, Speiseröhre, Vorhofflimmern, Gicht und Schlafqualität.
  6. Zuckergetränke streichen. Senkt Bauch- und Leberfett zuerst. Die einzige Maßnahme dieser Liste, die nichts kostet und sofort wirkt.
  7. Sieben Stunden Schlaf, feste Aufstehzeit. Bei Insomnie Verhaltenstherapie statt Schlafmittel. Abends kein Alkohol, er zerstört die zweite Nachthälfte.
  8. Zahnzwischenräume täglich. Die Bürste erreicht 60 Prozent der Fläche. Parodontitis ist mit Herzinfarkt und Lungenentzündung verknüpft.
  9. Medikamentenliste jährlich prüfen. Der am leichtesten umkehrbare Faktor, und der am seltensten geprüfte. Nie selbst absetzen.
  10. Kraft und Gleichgewicht ab 50. Dreimal pro Woche. Verhindert den Sturz, der bei Älteren häufiger tötet als jeder einzelne Krebs.

Diese zehn Hebel wirken breiter als jede einzelne Untersuchung. Alles gleichzeitig zu machen, ist für die meisten aber ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn man seine Werte kennt, weiß man, was man priorisieren muss.

Die 3 wichtigsten Selbsttests

Sie können deutlich mehr selbst herausfinden, als die meisten glauben. Diese drei Tests brauchen keinen Arzt, keinen Termin und kein Gerät.

1. Leberfibrose, der FIB-4

Die Vernarbung der Leber entsteht über Jahre ohne Beschwerden, ersetzt arbeitendes Gewebe durch Bindegewebe und ist früh noch umkehrbar. Die vier Werte stehen auf jedem Standardlaborzettel, GOT heißt auch AST, GPT auch ALT.

FIB-4 = ( Alter in Jahren × GOT ) ÷ ( Thrombozyten × √GPT )

Thrombozyten in 1.000/µl bzw. 10⁹/l, GOT und GPT in U/l.

ErgebnisWas daraus folgt
unter 1,3Fortgeschrittene Fibrose praktisch ausgeschlossen. Über 65 Jahre gilt: unter 2,0.
1,3 bis 2,67Unklar. Elastographie der Leber als zweiter Schritt.
ab 2,67Abklärung beim Hepatologen. Der Wert ist kein Fibrosestadium, sondern ein Hinweis.

2. Schlafapnoe, der STOP-BANG

Die Atmung setzt im Schlaf immer wieder aus, oft hundertmal pro Nacht, ohne dass man davon aufwacht. Jedes Ja zählt einen Punkt, jedes Nein keinen.

  1. Schnarchen. Schnarchen Sie laut, hörbar durch eine geschlossene Tür?
  2. Tagesmüdigkeit. Sind Sie tagsüber oft müde, erschöpft oder schläfrig?
  3. Beobachtete Aussetzer. Hat jemand beobachtet, dass Sie im Schlaf aufhören zu atmen?
  4. Blutdruck. Haben Sie Bluthochdruck oder werden Sie dagegen behandelt?
  5. BMI. Liegt Ihr Body-Mass-Index über 35?
  6. Alter. Sind Sie älter als 50?
  7. Halsumfang. Ist Ihr Halsumfang größer als 40 cm?
  8. Geschlecht. Sind Sie männlich?
PunkteWas daraus folgt
0 bis 2Geringes Risiko. Kein weiterer Schritt nötig.
3 bis 4Auffällig. Messgerät für eine Nacht zu Hause anfordern.
5 bis 8Hohes Risiko für mittlere bis schwere Apnoe. Messung veranlassen.

3. Vorhofflimmern, der Puls

Das Herz schlägt unregelmäßig, Blut bleibt in den Vorhöfen stehen und kann verklumpen. Das verursacht jeden vierten bis fünften Schlaganfall und tut nicht weh. Es kommt oft in Schüben, deshalb findet ein einzelnes EKG beim Arzt es häufig nicht. Sie können jeden Tag suchen, der Arzt einmal im Jahr.

Zwei Finger auf die Innenseite des Handgelenks, direkt unterhalb des Daumens. Eine Minute ruhig sitzen und mitzählen.

BefundWas daraus folgt
RegelmäßigGleichmäßiger Abstand zwischen den Schlägen, 60 bis 100 pro Minute. Nichts zu tun.
UnregelmäßigStolpern, Aussetzer, wechselnde Stärke. Zum Arzt, dort ein Langzeit-EKG über sieben Tage verlangen, nicht nur über 24 Stunden.

360° Check-up zum Selbstmachen: die Top 20

Aufgenommen ist nur, was in Deutschland mehr als 50.000 Menschen pro Jahr betrifft, gemessen an Sterbefällen oder Neuerkrankungen. Gruppiert nach Herz und Gefäßen, Krebs, Gehirn und Stoffwechsel.

ErkrankungDas eine VerfahrenKosten
Vorhofflimmern und SchlaganfallPuls tasten, dann Langzeit-EKG über 7 TageGKV
Familiäre FettstoffwechselstörungLDL über 190 plus FamilienanamneseGKV
Herzinfarkt und SchlaganfallLipoprotein(a), einmal im Leben20 €
ArterioskleroseApoB statt nur LDL20 €
HerzschwächeNT-proBNP20 €
BluthochdruckBlutdruck über 7 Tage zu Hause30 €
Plaque in den GefäßenHalsschlagaderultraschall bei RisikofaktorenGKV
BauchaortenaneurysmaUltraschall, Männer ab 65GKV
DarmkrebsDarmspiegelung ab 50GKV
Schwarzer HautkrebsHautkrebsscreening ab 35GKV
BrustkrebsMammographie-Screening, 50 bis 75GKV
GebärmutterhalskrebsAbstrich plus HPV-TestGKV
ProstatakrebsTastuntersuchung ab 45, PSA nach AufklärungGKV
LungenkrebsNiedrigdosis-CT ab 15 Packungsjahren, 50 bis 75GKV
SchwerhörigkeitHörtest beim AkustikerGKV
DepressionPHQ-2, zwei Fragen. Ab 3 von 6 Punkten der PHQ-9GKV
Leberfibrose und FettleberFIB-4 aus dem eigenen LaborzettelGKV
SchlafapnoeSTOP-BANG, acht Fragen0 €
Typ-2-DiabetesHbA1c15 €
Chronische NierenschwächeAlbumin im Urin plus Cystatin C24 €

Die Basics der Prävention sind nicht teuer, aber zeitaufwändig

Die meisten Menschen lassen nicht einmal die Basics prüfen, die jede Kasse bezahlt. Nur wenige Berechtigte nutzen das kostenlose Angebot (WIdO, 2020; G-BA, 2022): Rund 20 Prozent machen eine Darmspiegelung, 33 Prozent die Hautkrebsuntersuchung, 33 Prozent die Prostatavorsorge. Und das, obwohl diese drei Krebsarten zu den häufigsten in Deutschland gehören. Bitte seien Sie ein Vorbild und kümmern Sie sich um Ihre Gesundheit.

Der 360° Vorsorge-Duden: alle 76 Erkrankungen

Einstufung, ab wann und wie oft, und wie gut sich der Verlauf beeinflussen lässt. Die Einstufung geht von 1 bis 5: 1 Empfohlen, 2 Sinnvoll, 3 Nur bei Anlass, 4 Vorher besprechen, 5 Keine Früherkennung. Dazu steht, ob sich der Verlauf gut, mittel oder schlecht beeinflussen lässt.

Risikotreiber für zahlreiche Erkrankungen · 10

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Blutzucker und Insulinresistenz1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 30 · alle 2 bis 3 Jahre · Diabetologe
Polypharmazie und Arzneimittelinteraktionen1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 18 · jährlich ab 5 Medikamenten · Pharmakologe
Sehminderung1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 40 · dann alle 2 Jahre · Augenarzt
Rauchen und Alkohol1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 18 · jährlich · Suchtmediziner
Schlafapnoe2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 18 · bei Schnarchen oder Müdigkeit · Pneumologe
Kardiorespiratorische Fitness2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 18 · alle 2 bis 3 Jahre · Sportmediziner
Hörminderung2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 40 · Ausgangswert mit 40, ab 60 alle 2 Jahre · HNO-Arzt
Glaukom2 Sinnvoll, mittel beeinflussbarAb 40 · dann alle 2 Jahre · Augenarzt
Mikronährstoff- und Versorgungsstatus2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 18 · alle 2 bis 3 Jahre · Ernährungsmediziner
Chronischer Stress und Schlafmangel2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 18 · bei Beschwerden · Schlafmediziner

Herz und Gefäße · 13

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Chronische ischämische Herzkrankheit1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 30 · Lp(a) einmal, Lipide alle 2 bis 5 Jahre · Kardiologe
Schlaganfall, ischämisch1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 40 · Blutdruck jährlich, EKG ab 65 · Neurologe
Vorhofflimmern1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 50 · Puls jährlich, ab 65 aktiv suchen · Kardiologe
Bauchaortenaneurysma ♂1 Empfohlen, mittel beeinflussbarAb 65 · einmalig ab 65 (Männer) · Gefäßchirurg
Periphere arterielle Verschlusskrankheit1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 50 · bei Rauchen oder Diabetes ab 50 · Angiologe
Bluthochdruck1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 18 · jährlich · Hypertensiologe
Hirnblutung2 Sinnvoll, mittel beeinflussbarAb 40 · Blutdruck jährlich · Neurochirurg
Aortenklappenstenose2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 60 · beim Abhören · Kardiologe
Herzinsuffizienz3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 50 · bei Luftnot oder Belastungsverlust · Kardiologe
Thorakales Aneurysma und Aortendissektion3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 30 · nur bei Familienanamnese · Herzchirurg
Kardiomyopathien und plötzlicher Herztod3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 18 · nur bei Familienanamnese · Kardiologe
Lungenembolie und pulmonale Hypertonie3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 30 · bei Vorgeschichte oder Belastungsluftnot · Pneumologe
Akuter Herzinfarkt5 Keine Früherkennung, gut beeinflussbarAb 18 · Warnzeichen jederzeit kennen · Kardiologe

Gehirn und Demenz · 7

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Vaskuläre Demenz1 Empfohlen, mittel beeinflussbarAb 40 · Risikofaktoren ab 40 jährlich · Neurologe
Behandelbare Ursachen kognitiver Störungen1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 50 · bei jeder Vergesslichkeit zuerst · Neurologe
Parkinson-Krankheit2 Sinnvoll, mittel beeinflussbarAb 50 · bei Riechverlust oder Traumschlaf · Neurologe
Gemischte Demenz3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 60 · bei Auffälligkeiten, kein Reihenscreening · Neurologe
Lewy-Body-Demenz und Parkinson-Demenz °3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 50 · bei Riechverlust oder Traumschlaf · Neurologe
Frontotemporale Demenz3 Nur bei Anlass, schlecht beeinflussbarAb 45 · bei Familienhäufung Gentest · Neurologe
Alzheimer-Demenz4 Vorher besprechen, mittel beeinflussbarAb 60 · bei bemerkter Veränderung · Neurologe

Atemwege · 4

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
COPD1 Empfohlen, mittel beeinflussbarAb 40 · bei Rauchern, auch bei geringen Symptomen · Pneumologe
Lungenemphysem3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 40 · bei Symptomen · Pneumologe
Asthma bronchiale3 Nur bei Anlass, gut beeinflussbarAb 18 · bei Symptomen · Pneumologe
Interstitielle Lungenerkrankung3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 40 · bei Knisterrasseln oder Exposition · Pneumologe

Knochen, Muskeln, Stürze · 3

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Sturz mit Fraktur1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 60 · jährlich · Geriater
Osteoporose1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 50 · ab 70, mit Risiko ab 50 · Osteologe
Sarkopenie2 Sinnvoll, mittel beeinflussbarAb 50 · alle 2 Jahre · Geriater

Psyche · 1

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Depression und Suizid1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 18 · jährlich · Psychiater

Krebs · 19

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Lungenkrebs1 Empfohlen, gut beeinflussbar50 bis 75 · jährlich bei starker Rauchhistorie · Pneumologe
Darmkrebs1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 50 · Spiegelung, dann nach 10 Jahren · Gastroenterologe
Brustkrebs ♀1 Empfohlen, gut beeinflussbar50 bis 75 · alle 2 Jahre · Gynäkologe
Schwarzer und heller Hautkrebs1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 35 · alle 2 Jahre · Dermatoonkologe
Gebärmutterhalskrebs ♀1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 20 · jährlich, ab 35 alle 3 Jahre · Gynäkologe
Nierenkrebs2 Sinnvoll, mittel beeinflussbarAb 40 · läuft beim Bauchultraschall mit · Urologe
Leukämien und Lymphome2 Sinnvoll, schlecht beeinflussbarAb 18 · läuft im Blutbild mit · Hämatoonkologe
Mund-, Rachen- und Kehlkopfkrebs2 Sinnvoll, mittel beeinflussbarAb 30 · beim Zahnarztbesuch · Zahnarzt
Bauchspeicheldrüsenkrebs3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 40 · bei erblichem Risiko jährlich MRT · Gastroenterologe
Leberkrebs3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 40 · nur bei Zirrhose: alle 6 Monate · Hepatologe
Magenkrebs °3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 30 · nur bei Risiko oder Beschwerden · Gastroenterologe
Speiseröhrenkrebs °3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 50 · bei jahrelangem Sodbrennen einmalig · Gastroenterologe
Harnblasenkrebs °3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 40 · nur bei Blut im Urin · Urologe
Eierstockkrebs ♀3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 40 · bei erblichem Risiko, dann Gentest · Gynäkologischer Onkologe
Gebärmutterkörperkrebs ♀ °3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 50 · nur bei Blutung nach der Menopause · Gynäkologischer Onkologe
Hodenkrebs ♂ °3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbar20 bis 40 · nur bei Tastbefund · Urologe
Prostatakrebs ♂ °4 Vorher besprechen, mittel beeinflussbarAb 45 · je nach PSA alle 2 bis 5 Jahre · Urologe
Schilddrüsenkarzinom °4 Vorher besprechen, schlecht beeinflussbarAb 30 · nur bei Tastbefund · Nuklearmediziner
Multiples Myelom und MGUS °4 Vorher besprechen, mittel beeinflussbarAb 50 · nur bei Beschwerden · Hämatoonkologe

Stoffwechsel und Diabetes · 6

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Typ-2-Diabetes1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 35 · alle 3 Jahre · Diabetologe
Metabolisches Syndrom und viszerale Adipositas1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 18 · jährlich, dauert 10 Sekunden · Endokrinologe
Diabetische Folgeschäden1 Empfohlen, mittel beeinflussbarAb 18 · bei Diabetes jährlich · Diabetologe
Hämochromatose2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 30 · einmal im Erwachsenenalter · Hepatologe
Schilddrüsenfunktionsstörungen3 Nur bei Anlass, gut beeinflussbarAb 30 · nur bei Beschwerden oder Kinderwunsch · Endokrinologe
Hyperurikämie und Gicht3 Nur bei Anlass, gut beeinflussbarAb 30 · läuft im Blutbild mit · Rheumatologe

Leber · 5

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Fettlebererkrankung1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 30 · alle 2 bis 3 Jahre · Hepatologe
Alkoholbedingte Lebererkrankung1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 18 · jährlich · Hepatologe
Leberzirrhose1 Empfohlen, mittel beeinflussbarAb 40 · alle 2 bis 3 Jahre über FIB-4 · Hepatologe
Virushepatitis B und C1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 35 · einmal im Leben · Hepatologe
Autoimmune und seltene Lebererkrankungen3 Nur bei Anlass, mittel beeinflussbarAb 30 · bei unklaren Leberwerten · Hepatologe

Niere und Harnwege · 4

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
Chronische Niereninsuffizienz1 Empfohlen, mittel beeinflussbarAb 30 · jährlich bei Risiko, sonst alle 2 Jahre · Nephrologe
Hypertensive und diabetische Nephropathie1 Empfohlen, mittel beeinflussbarAb 30 · jährlich bei Bluthochdruck oder Diabetes · Nephrologe
Nierensteine und Harnabflussstörungen2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 30 · nach dem ersten Stein · Urologe
Gutartige Prostatavergrößerung ♂3 Nur bei Anlass, gut beeinflussbarAb 50 · bei Beschwerden, kein Reihenscreening · Urologe

Infektionen · 4

ErkrankungEinstufungAb wann, wie oft, wer
HIV1 Empfohlen, gut beeinflussbarAb 18 · einmal im Leben · Infektiologe
Parodontitis und dentale Herde2 Sinnvoll, gut beeinflussbarAb 18 · alle 2 Jahre · Zahnarzt
Lungenentzündung3 Nur bei Anlass, gut beeinflussbarAb 60 · bei Risikofaktoren, kein Reihenscreening · Pneumologe
Sepsis5 Keine Früherkennung, mittel beeinflussbarAb 18 · Warnzeichen jederzeit kennen · Intensivmediziner

° Für diese Zeilen ist eine Früherkennung ohne Anlass bisher nicht nachweislich zielführend. Die Risikofaktoren bleiben davon unberührt und beeinflussbar.

Woher jede Zahl kommt

Sterbefälle

Statistisches Bundesamt, Todesursachenstatistik 2024. Gruppen nach ICD-10-Kapiteln, überschneidungsfrei zusammengestellt. Demenz einschließlich Alzheimer, die amtlich getrennt gezählt wird.

Prävalenzen

Robert Koch-Institut (GEDA, BURDEN 2020, DEGS1-MH). Die Zahlen mischen 12-Monats-, Punkt- und Periodenprävalenz und sind untereinander nicht exakt vergleichbar.

Schwellenwerte

KDIGO 2024, ESC/EAS 2019 mit Fokus-Update 2025, ESC 2021, EASL 2024, DGVS 11/2025, AHA 2022, EWGSOP2, USPSTF, AWMF, G-BA-Katalog Stand August 2026.

Einzelstudien

Kamstrup u. a., Copenhagen City Heart Study · CKD-PC, Lancet 2010 · Chen u. a., CRIC 2022 · Ledwidge u. a., STOP-HF, JAMA 2013 · Fernández-Friera u. a., PESA 2015 · Heinzer u. a., HypnoLaus 2015 · Dulai u. a., Hepatology 2017 · Beheshti u. a., JACC 2020.

Fragebögen

PHQ-2 nach Kroenke, Medical Care 2003: ab 3 von 6 Punkten Sensitivität 87 und Spezifität 78 Prozent. STOP-BANG nach Chung. Beide frei verfügbar.

Teilnahmeraten

Wissenschaftliches Institut der AOK 2020 und G-BA-Abschlussbericht Hautkrebsscreening 2019 bis 2022.

Lungenkrebs-Screening

Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 18. Juni 2025, Vergütung ab 1. April 2026. Anspruch: 50 bis 75 Jahre, mindestens 25 Jahre geraucht, mindestens 15 Packungsjahre, Rauchstopp vor weniger als zehn Jahren. Alle zwölf Monate, Indikation durch Hausarzt oder Internist.

Prädiktive Modelle

Clairity Breast, FDA De Novo DEN240047, Mai 2025 · Mikhael u. a., Sybil, JCO 2023 · Attia u. a., Nature Medicine 2019 und Yao u. a., Nature Medicine 2021 (AI-EKG) · Oh u. a., Nature 2023 (Organuhren) · Mandsager u. a., JAMA Network Open 2018.

Was diese Zahlen nicht sagen

Für die meisten Verfahren fehlt die Studie „Früherkennung gegen keine Früherkennung“. Belegt ist meist die Behandlung, nicht das Suchen. Wir lesen die Studienlage optimistisch und entscheiden im Zweifel für das Verfahren.

Kein Grund, etwas abzusetzen

Eigenmächtiges Absetzen von Medikamenten ist gefährlicher als alles, wovor dieser Text warnt. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Keine medizinische Empfehlung

Arzt liest einen Befund am Tablet

Dieser PDF-Leitfaden ersetzt keine Diagnose und keine ärztliche Beratung. Alle Schwellenwerte sind Orientierungswerte, maßgeblich ist der Referenzbereich Ihres Labors. Alle Zahlen sind Durchschnittswerte aus Studien und Leitlinien, keine Einordnung Ihres persönlichen Falls. Was sie für Sie bedeuten, kann nur ein Arzt im Gespräch sagen.

Über LumaMed

LumaMed ist eine Facharztgruppe für Präventivmedizin. Unser Ziel ist es, mit maximaler Qualität und Bequemlichkeit die häufigsten schweren Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und so das Schlimmste zu vermeiden.

Das LumaMed Praxisteam im Gespräch

Unsere interdisziplinären Fachärzte arbeiten zusammen für Ihre beste Gesundheit, unterstützt von einem eigenen Team für KI und Medizin. So entsteht Ihr persönliches 360° Gesundheitsdashboard, mit Transparenz und Empfehlungen für ein gesundes Leben weit über 90 Jahre. Wir sind an fünf Standorten in Deutschland für Sie da.

Quellenverzeichnis

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  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (o. J.) ‚Leitlinienregister‘. Verfügbar unter: www.awmf.org/leitlinien (Zugriff: 27. August 2026).
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