Krebs ist Deutschlands Todesursache Nr. 2. Warum regelmäßige Screenings die effektivste Prävention sind, und was moderne Diagnostik wie Liquid Biopsy und Ganzkörper-MRT leisten kann.
In der letzten Ausgabe haben wir das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall betrachtet. Als Todesursache Nr. 2 in der Bundesrepublik war Krebs im Jahr 2023 für 230.292 Todesfälle verantwortlich. Daher schauen wir uns an, wie man sein Risiko, an Krebs zu sterben, drastisch senken kann.
Krebs ist das Ergebnis von unkontrolliertem Zellwachstum. Manche Krebsarten kann man gut „von Weitem kommen sehen", wie Lungenkrebs, der meistens durch langes Rauchen bedingt ist. Oft ist die Entstehung aber plötzlicher. Man sagt, dass je nach Krebsart ein Tumor innerhalb von ein bis drei Jahren entstehen kann, daher die Empfehlung, Krebs-Check-ups alle paar Jahre zu wiederholen.
Ein offensichtlicher Hebel: nicht rauchen. Was viele nicht wissen: Tabak korreliert nicht nur mit Lungenkrebs, sondern mit Krebs in über 10 weiteren Organen. Weiterhin lohnt es sich, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes zu vermeiden, die als fruchtbarer Nährboden für Krebs gelten.
Wenn Sie alle gesetzlichen Krebs-Check-ups in Anspruch nehmen, haben Sie bereits Kontrolle über die wichtigsten 4–8 Krebsarten erlangt und damit bis zu 35 % des Krebsrisikos abgedeckt. Das Schöne: Diese sind von den Kassen für alle kostenlos zugänglich. Leider nehmen nur die wenigsten sie tatsächlich wahr.
Moderne Diagnostik ermöglicht es, fast alle Krebsarten in nur einem Arzttermin zu screenen. Das Ganzkörper-MRT produziert mit starken Magnetfeldern ein detailliertes Bild des Körpers. Damit lassen sich viele Tumoren erkennen, während sie noch klein sind, oft ab wenigen Millimetern Durchmesser.
Des Weiteren gibt es die Liquid Biopsy: ein neues Krebs-Screening, bei dem im Blut nach zellfreier DNA gesucht wird, vereinfacht ein Bluttest. Die Ergebnisse sind vielversprechend, tragen aber wie alle Frühwarnsysteme eine gewisse Fehlerrate mit sich. Ein spannender Vorschlag: beide Methoden in Reihe zu schalten, erst die Liquid Biopsy, bei auffälligem Ergebnis ein Ganzkörper-MRT hinterher.
Oft ist der größte Indikator, ob man einen Krebs überlebt, die Antwort auf die Frage: „Wie früh wurde Ihr Krebs erkannt?", also wären wir wieder bei der Früherkennung.
Neben den gesetzlichen Screenings bieten wir im LumaScan Plus eine Sonographie aller Bauchorgane sowie ein erweitertes Laborprofil, inkl. Krebsmarker auf Wunsch.
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